
Einstimmig votierten die Mitglieder des SPD-Kreisverbandes Sömmerda in geheimer Wahl für Frank Weber als ihren Kandidaten für die Landratswahl im nächsten Jahr.

Einstimmig votierten die Mitglieder des SPD-Kreisverbandes Sömmerda in geheimer Wahl für Frank Weber als ihren Kandidaten für die Landratswahl im nächsten Jahr.
„Der derzeitige Amtsinhaber lässt die wichtigen Themen am Landkreis vorüberziehen. Die Energiewende im Landkreis wird derzeit verschlafen oder gar blockiert. Mit einem breiten Mix aus erneuerbaren Energien im Landkreis können wir jedoch einen nicht unbedeutenden Teil zur Haushaltskonsolidierung unserer Kommunen leisten und darüber hinaus den Umstieg hin zu 100 Prozent aus regenerativen Energien schaffen“, umreißt Weber eines seiner Hauptziele als künftiger Landrat.
Frank Weber, zugleich auch Kreisvorsitzender seiner Partei, will als Landrat ebenso die längst überfällige Gebiets- und Funktionalreform anpacken. „Unser Landkreis hat derzeitig noch etwa 70.000 Einwohner. Jeder kann abschätzen, dass sich im Jahre 2030 die Zahl bei etwa 50.000 einpendeln wird. Damit der Landkreis bei weiter rückläufigen Einnahmen seine Aufgaben noch erfüllen kann, müssen die Strukturen, aber auch die Aufgaben auf den Prüfstand“, argumentiert Weber. „Entscheidend ist doch nicht, an welchem Ort der Aktenordner steht, sondern wo unsere Bürger das nächste Bürgerbüro finden, in dem sie ihre Verwaltungsgänge erledigen können“, sieht der Politiker bei einer Kreisreform das Hauptaugenmerk auf die Bürgernähe gelegt. „Als Landrat möchte ich die Kreisgebietsreform aktiv mitgestalten und die Pfunde unserer Region in neue Strukturen mitnehmen“, versteht sich der Sozialdemokrat nicht als Abwickler des Landkreises sondern als Architekt zukunftsfähiger Strukturen.
Als sozialdemokratischer Landrat will Weber ebenso das Thema Gemeinschaftsschule voranbringen und sieht sich in Gesprächen mit vielen Bürgern des Landkreises darin bestätigt, dass es auch im Landkreis Sömmerda in naher Zukunft erste Modellversuche geben wird.
Auch kritisiert Weber Amtsinhaber Dohndorf, dass es der Landkreis bisher versäumt habe, dem Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) beizutreten. „Es kann nicht sein, dass ich mehrere Tickets lösen und lange Umwege fahren muss, um mit dem Bus in die nah gelegene Landeshauptstadt Erfurt zu gelangen. Sollte ich Landrat werden, stehen die Verhandlungen über einen Beitritt zum Verkehrsverbund ganz oben auf meiner Aufgabenliste. Nur so können die Regionen Sömmerda und Erfurt zu unser aller Vorteil zusammenwachsen“, benennt Weber ein weiteres Wahlziel.
Der neue Landrat wird voraussichtlich am 22. April 2012 gewählt.
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