Erfurter Stadtteilrundgang in Ilversgehofen
Gebaut wurde er in den 70er Jahren und dann von der Stadt an die Deutsche Reichsbahn überantwortet und befindet sich also in Regie der Deutschen Bahn: Der Fußgängertunnel am Nordbahnhof erhitzte nicht erst seit seiner Sperrung im Sommer die Gemüter.
Am Montag war er eine Station auf dem Stadtteilrundgang von Oberbürgermeister Andreas Bausewein , Mitarbeitern aus der Verwaltung, Stadträten und weiteren Erfurtern. "Die Bahn ist ihrer Unterhaltspflicht jedes Jahr ein bisschen weniger nachgekommen, bis er aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste", erläuterte Verkehrsamtsleiter Gerhard Glanz. Zentrale Frage sei, was nun mit dem Tunnel passiere. Von der Bahn aus erst einmal nichts. OB Bausewein versprach, in dieser Sache schriftlich und telefonisch nachzuhaken. Es laufen derzeit Untersuchungen, wie stark der offene Tunnel noch frequentiert wäre. Allerdings schwierig, wenn er dicht ist. Anwohner und auch der Bürgerbeirat von Ilversgehofen hatten sich dafür ausgesprochen, den Tunnel zu erhalten.
Die ersten beiden Anlaufpunkte des Rundgangs waren das Autonome Jugendzentrum (AJZ) und der Kasper-Abenteuerspielplatz in der Vollbrachtstraße. Wo der Schuh drückt, wollte der OB wissen. Zunächst gab es im AJZ jedoch gute Nachrichten. Das Straßenfest, mit einer Spende des Verbundnetzes der Wärme auf die Füße gestellt, bezog den benachbarten Kasper-Spielplatz mit ein. Es soll in diesem Jahr wiederholt werden. Größtes Problem im AJZ bleiben die Kosten für das Heizöl. An Wärmedämmung oder Sanierung des Hauses ist derzeit nicht zu denken. Aus Geldmangel liegen auch Projekte auf Eis, zum Beispiel ein Bandprojekt, weil für den Probenraum neue Technik hermüsste. Es geht um 4000 bis 5000 Euro, die fehlen. Dazu ein Tipp vom OB: "Die Sparkasse fördert in diesem Bereich sehr viele kleinteilige Dinge. Vielleicht besteht eine Chance."










